Kontodaten auf dem Schwarzmarkt
8. Dezember 2008 – 14:10In Deutschland sind nach einem Bericht des Magazins “Wirtschaftswoche” wieder einmal sensible Kontodaten auf dem Schwarzmarkt in Umlauf. Rund 21 Millionen Kontoinhaber sollen betroffen sein, was sich auf ganze drei von vier Haushalten in Deutschland bezieht. Vom Girokonto der Betroffenen könnte unter Umständen Geld abgebucht werden, für welches nie eine Einzugsermächtigung erteilt wurde.
Der Datenträger mit den sensiblen Kundendaten deutscher Institute fiel der “Wirtschaftswoche” direkt in die Hände – neben dem Geburtsdatum seien Bankverbindung, Kontonummer und Bankleitzahl des Kunden aufgeführt worden.
Alle Datensätze wurden an die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft übergeben. Unklar ist derzeit noch, wie oft der Datenträger bereits auf dem Schwarzmarkt angeboten wurde – und ob er bereits Käufer fand. Die Spuren führen zu kleinen Callcentern, deren Mitarbeiter sich ihren mageren Lohn mit dem Kopieren von Adressdaten aufgebessert hatten.